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"Der verzeiht keinen Fehler" -
Dusans Eindrücke am Ort des Geschehens
Dienstag, 25. Juli. Als sein Helfer Frank den GM-Jeep
nach einem Ausflug in die Wüste wieder in die Einfahrt der
Furnace Creek Ranch lenkt, blickt Dusan zur LCD-Anzeige für
die Außentemperatur. Sie zeigt 51 Grad.
Der Rekord für einen 25. Juli im Death Valley stammt aus
dem Jahr 1933 und steht bei 52 Grad. Respektvoll bläst Dusan
die Backen auf: "Die Hitze ist noch schlimmer, als ich sie
mir vorgestellt habe." Von anderen Rennen kenne er Temperaturen
bis über 40 Grad, "aber noch mal fast 10 Grad mehr, das
macht schon einen gewaltigen Unterschied".
Für gewöhnlich komme er beim Laufen zwei Stunden ohne Wasser
aus, erklärt der erfahrene Ausdauerathlet. "Doch hier geht
das nicht." Das habe er bei seinen morgendlichen Trainingsläufen
feststellen müssen. Wahrscheinlich werde ihm Frank alle 15
Minuten Wasser und Elektrolytgetränke reichen müssen. Besonders
schlimm sei der heiße Wind. Der bliese einem den letzten Tropfen
Feuchtigkeit aus dem Leib.
Ein weiteres Problem, mit dem alle Läufer zu kämpfen haben,
ist das mit der Optik. Bei der Inspektion der Strecke, deutete
Dusan kopfschüttelnd auf die lange Gerade nach Panamint Springs.
"Du suchst Dir einen Punkt und denkst, du bist in fünf Minuten
da, und dann dauert es 20 Minuten." Spätestens an diesem Ort,
meint Dusan, werde sich die Spreu vom Weizen trennen.
Die letzten 50 Meilen geht es quasi nur noch bergauf. Und
den Blick richtet man am besten nur auf die nächsten zwei
Meter. Die Strecke sei schwer, sehr schwer, "vielleicht die
schwerste von allen bislang", gesteht der 47-jährige. Aber
genau deswegen sei er schließlich auch hier.
Seine Renntaktik wird von Vorsicht geprägt sein. Er, der
ansonsten "nur schnell" laufen könne, will es diesmal betont
langsam angehen lassen. Glaubt er doch erkannt zu haben, dass
der Badwater Ultramarathon "etwas für clevere Menschen" sei.
"Der verzeiht keinen Fehler."
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